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Risse

This song is by Die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten and appears on the album Wo soll ich suchen (2013) by Dota.

Ich kitte die Risse, so gut ich halt kann,
es kommt täglich ein neuer hinzu.
Die Zeit ist am Himmel so hoch und blau aufgespannt,
hier unten vergeht sie im Nu.

Ich weiß nicht mehr, wo lag der Fehler, die Störung,
vielleicht war's nur der Widerhall
vom Platzen der Bläschen im Milchschaum und von
explodierenden Sonnen im All.

Und stell für einen Moment dir Unendlichkeit vor,
schon das an sich ist eine Kunst.
Dann bleibt doch immer gleichviel Zukunft,
wenn auch vielleicht nicht für uns.

Hohes Gras in der Sonne und drüben am Weg
wächst viel Spitzwegerich.
Alles so grün, bunt und lang noch nicht Herbst
und mitten im Bild du und ich.

Jeder Bestandteil ist hier noch vorhanden,
doch man kann es nicht mehr reparier'n.
Und ganz egal, was wir auch erfanden,
man kann's nur einmal von vorne probier'n.

Und von oben betrachtet, von weitem bestaunt
ist es alles so leicht.
Und ich weiß, von ganz nah beseh'n,
ist jedes Glück mühsam nach einiger Zeit - und vielleicht
immer nur aus der Ferne erreicht.

Lautlos und stetig wird die Vergangenheit mehr,
ganz ungefragt.
Ich kitte die Risse, es ist doch schon so lang her,
hast du gesagt.

Und all die Bilder sind schön, an den Rändern
verschwimmen sie und werden blass,
und ich möchte nur einmal zurück, um zu ändern,
was da falsch war, ich weiß bloß nicht was.

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