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Lied der Harfenjuhle

This song is by Claire Waldoff and appears on the compilation album Immer ran an' Speck (2001) and on the compilation album Die Königin der Kleinkunst, Folge 2 (2005).

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Ick steh allein auf Jottes weite Flur
Een armet Stiefkind bin ick der Natur
Die Mutter hatt ins Unjlück ick jerannt
Un meinen Vater habick nie jekannt
Die Mutter war ne Jungfrau tugendsam
Bis ihr so'n Jüngling die Tugend nahm
Dann standse da mit's Kind, welch Missjeschick
Und dieset Unjlickswürmken, det bin ick

Ja, ja, det Leben
Det is wenich heiter
Man schimpft und flucht
Und lebt jemütlich weiter

Stand ick wie andre Meechens vor de Tir
Dann fand keen Bräutijam sich an for mir
Und fing mal eener an mit mir zu jehn
Dann ließ er mir bei die Laterne stehn
Dabei verlang nach Liebe ick so sehr
Det is mein Erbteil von de Mutter her
Die hatte bei de Männer viel mehr Jlick
Dabei warse ooch nich schöner, als wie ick

Ja, ja, det Leben
Det is wenich heiter
Man schimpft und flucht
Und lebt jemütlich weiter

Jing ick zum Schwoof, dann saßick an de Wand
Keen Jingling drickte zärtlich mir de Hand
Anstatt im Takt mit mir jrad een' zu drehn
Musstick de andern Meechens scherbeln sehn
Kamick nach Hause dann so janz alleen
Dann fingick an jottsjämmerlich zu ween'
Uns schliefick in, alleen in meinem Bett
Dann träumte ick davon, war jern ick hätt

Ja, ja, det Leben
Det is wenich heiter
Man schimpft und flucht
Und lebt jemütlich weiter

So hat bis heute mir keen Mann vaführt
Un meine Tugend is noch unberührt
Keen Kind und Kejel habick uff de Welt
Un bin alleene, janz uff mir jestellt
Und wenn man mir int kihle Jrab mal senkt
Dann lebt keen Mensch, der trauernd an mir denkt
Und keener schreibt mit Wehmut in den Sand:
"Dir, keusche Jungfrau, habick ooch jekannt!"

Ja, ja, det Leben
Det is wenich heiter
Man schimpft und flucht
Und lebt jemütlich weiter

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